Wir schreiben eine Publikation zum Erzählcafé!

2021 wird unser Publikationsbeitrag «Das Erzählcafé auf dem Prüfstand. Erfahrungen und Gelingensbedingungen» (Arbeitstitel) erscheinen. Die Herausgeberschaft unter der Umsetzungsleitung von Gert Dressel hat einen Schreibaufruf lanciert, auf den Beiträge aus der Schweiz, Österreich und Deutschland eingegangen sind.

Seit den 1980er Jahren gibt es Erzählcafés, lebensgeschichtliche Gesprächskreise oder Biografiegruppen. In solchen Gruppen werden persönliche Erfahrungen und Geschichten von Menschen verschiedenen Alters und sozialer, kultureller und nationaler Herkunft ausgetauscht. Das besondere daran: Im moderierten Dialog wird nicht die «eine Wahrheit» gesucht. Vielmehr erhalten die verschiedenen Erfahrungen der Menschen ein Gehör.

Warum eine Publikation?

Jessica Schnelle, Gert Dressel und Johanna Kohn (v.l.n.r.) sprechen im Video über ihr partizipatives Publikationsprojekt und warum es wichtig ist, die Vielfalt der Erzählcafés sichtbar zu machen.

Wer macht mit? 

Personen, die Erzählcafés initiieren und moderieren, erarbeiten Reflexionen über ihr Tun. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen analysieren (Wirk-)Zusammenhänge:

  • Sie machen sichtbar, welche Spielarten von Erzählcafés und ähnlichen Formaten es in der Schweiz, Österreich und Deutschland gibt.
  • Sie zeigen auf, welche Erfahrungen die Beteiligten, insbesondere die Teilnehmer/innen und Moderator/innen von solchen Erzählrunden, gemacht haben.
  • Sie analysieren, welche (Aus-)Wirkungen Erzählcafés haben. Die Autor/innen leiten aus den Beispielen Erfolgsfaktoren, aber auch Stolpersteine ab.

Wie läuft das Projekt ab?

Bis im April 2020 findet eine Verschriftlichung der Reflexionen und Analysen statt. An einem Workshop im Mai 2020 werden die Ergebnisse zusammengetragen und gesichtet. Das Ergebnis dieser Arbeit legt den Grundstein für die weitere zielgruppenspezifische Verarbeitung: vielleicht eine Publikation, ein Website-Beitrag oder Podcast? Für den Prozess der Erarbeitung ist uns wichtig, im ersten Schritt das Endprodukt noch offen zu lassen.

Für wen ist die Publikation?

Die Publikation soll Menschen, die Erzählcafés moderieren und organisieren, Unterstützung bieten. Die Ergebnisse werden im Jahr 2021 veröffentlicht.

Wer steht hinter dem Publikationsprojekt?

Das partizipativ und interdisziplinär angelegte Forschungs- und Publikationsprojekt ist eine Kooperation des Netzwerks Erzählcafé Schweiz (getragen vom Migros-Kulturprozent und dem Institut Integration und Partizipation an der Hochschule für Soziale Arbeit/FHNW) mit der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen an der Universität Wien und dem Verein Sorgenetz (Wien).

Mitforschende (Stand: Ende 2019) sind: Anderegg, Brigitte; Auer, Edith; Aydt, Sabine; Binder, Beatrice; Boothe, Brigitte; Braunwalder, Rhea; Brogle, Yvonne; Dausien, Bettina; Dressel, Gert; Eigelsreiter-Jashari, Gertrude; Freitag, Natalie; Garstenauer, Rita; Girard, Simone; de Guglielmo, Franco; Herger, Lisbeth; Hersch, Daniela; Hirt, Rainer; Knobel, Christina; Kohn, Johanna; Kouba-Bonsels, Birgit; Müller, Günter; Novy, Katharina; Reiner, Johanna; Roediger, Kerstin; Rothe, Daniela; Schnelle, Jessica; Sempach, Robert; Sollberger, Claudia; Strutz, Andrea; Tarnutzer, Silvan; Wolf, Lars.

Kontakt der Herausgebenden:

Gert Dressel, Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen an der Universität Wien sowie Verein Sorgenetz gert.dressel@univie.ac.at

Johanna Kohn, Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Integration und Partizipation
johanna.kohn@fhnw.ch

Jessica Schnelle, Migros-Kulturprozent, Bereich Soziales
jessica.schnelle@mgb.ch